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Jugendzentrum "Riff": "Eintritt nur für Ausländer!" - Für Einheimische heißt es: "Wir müssen draußen bleiben!"

Die Sitzung des Jugendhilfeausschuss vom 3.7.03 (Top 10) brachte es an den Tag bzw. ins Protokoll. Die BuLL/PDS hatte den Antrag gestellt, nach Wegfall der Kneipe "Treibhaus", bedingt durch den Einzug der neuen VHS und den damit verbundenen Umbau der Werretalhalle soll eine neue Möglichkeit geschaffen werden: Den Besuchern der Werretalhalle und der VHS soll die Cafeteria des Jugendzentrums "Riff" (eine Etage unter der neu eingerichteten VHS) zugänglich gemacht werden.



Dieser eigentlich naheliegende und sinnvolle Gedanke - größere bauliche Maßnahmen wären nicht erforderlich - wurde von der Verwaltung nebst SPD/CDU jedoch strikt abgelehnt: Wörtliche Begründung des Jugendamtes:

"Der Charakter der Einrichtung würde sich verändern. Der Treffpunkt und die Beratungsstelle für Jugendliche aus Migrantenfamilien und sozialbenachteiligten Familien [Benachteiligte = Ausländer] könnte sich zu Gunsten eines Jugendzentrums mit einem eher kulturellen Ansatz verschieben.
Die jetzige Zielgruppen würden ihren geschützten Raum verlieren. Sie würden unter Umständen ihren Freiraum
[Frei - von was eigentlich?] nicht freiwillig abgeben, es könnte zu Spannungen zwischen den unterschiedlichen Besuchergruppen kommen."

Im Klartext: Das Jugendzentrum "Riff" ist nicht für einheimische Jugendliche gedacht. Die ausländischen Jugendlichen müssen unter sich bleiben (= "geschützten Raum"). Hier soll auch kein Ort der Integration - sondern der Separation sein.
Würden Besucher der Werretalhalle oder der VHS im "Riff" erscheinen, die dann auch einen (kritischen) Blick darauf werfen könnten, was hier abläuft, dann ist mit Rabatz und Schlägereien (= "Spannungen") zu rechnen.


Fazit: Weder deutsche Jugendliche (noch Erwachsene) haben im "Riff" was zu suchen. - Integration? Nein danke! - Wenn`s keinen Ärger geben soll, muss man die ausländischen Jugendlichen in ihrem "geschützten Freiraum" unter sich lassen!

Frage: Haben einheimische Jugendliche (k)eine Lobby? Oder wird die Verwaltung demnächst für diese Jugendlichen auch ein Jugendzentrum, eben "Rückzugsräume", "geschützten Räume", einrichten? -

Antwort: Natürlich nicht: Das wäre (in diesem gegenläufigen Falle) ja "Ausgrenzung" und "Diskriminierung" - also böse!
Wir lernen: Alle sind gleich - nur einige sind noch etwas gleicher!

Ergebnis:Auch für Löhner Jugendliche gilt, was auch Fiffi und Struppi vor dem Fleischerladen lernen mussten:  
"WIR MÜSSEN DRAUßEN BLEIBEN!"


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