
Löhne von A bis Z, 4. Auflage (Stand 03/2006)
"Was Sie schon immer über Löhne wissen wollten, sich bis dahin aber nicht zu fragen getrauten."
KLEINES KOMMUNALES SCHLAGWORTVERZEICHNIS
[Die nachfolgenden Texte sind ein Gesamtkunstwerk, ausschließlich satirisch gemeint und haben natürlich keinen irgendwie gearteten Bezug zur realexistierenden Faktizität - oder etwa doch ?]
Auf vielfachen Wunsch bringen wir im Folgenden Hinweise für Löhner Neubürger, Politikinteressierte und Menschen, die gern verstehen wollen, warum in Löhne alles "etwas" anders ist. - - - Weitere Anregungen zur Fortschreibung des kommunalen Schlagwortverzeichnisses und entsprechende Klärungswünsche werden - nach wie vor - gerne entgegengenommen und sind an das Redaktionsteam der LBA zu richten. Auch originelle Bevölkerungsbeiträge im "LÖHNER FORUM" werden berücksichtigt.
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AKTE 164/89 =
Unauffindbar! heißt es im Löhner Rathaus. - Während
beim vielgeliebten Eduard Zimmermann das "AKTENZEICHEN XY"
ungelöst blieb, kam es in Löhne zu Aktenverlusten im
Bereich der Gebührenbescheide. So fehlt seit 1989 die städtische
"Akte 164/89", die Gebührenzahlungen der Firma
Marktkauf beinhalten sollte. Finanzieller Schaden entstand der
Stadt in sechsstelliger Höhe; bis zum heutigen Tage erfolgte
keine Aufklärung des Falles (siehe LZ 12/95). ). - Verantwortlicher
Abteilungsleiter war / ist der "Rechts-"Direktor Peter
Danner, Ehegemahl der SPD-Kreisvorsitzenden und der abgewählten
ehemaligen Landtagsabgeordneten Dorothee Danner. - Selbstverständlich
sah der amtierende SPD-Bürgermeister keinerlei Notwendigkeit
einzugreifen.
Als entsprechende Zusammenhänge von der LBA öffentlich
dargelegt wurden, drohten die Genossen - vor allem Ex-Stadtdirektor
Karl Heinz Gaul - dramatisch mit dem Gang zu Kadi.
Wohlwissend, dass der Staatsanwalt dann in alle Richtungen ermitteln
würde, blieb es jedoch bei dieser Drohung. Keiner reichte
Klage ein; frei nach Joachim Ringelnatz:
„Und da verzichteten sie weise dann auf den letzten
Teil der Reise.“
ASYLANTENHEIM =
staatlich
subventionierter Drogen-Hauptumschlagsplatz der Stadt – verkehrsgünstig an der Bünder Straße,
Nr. 115, in Löhne-Ort gelegen.
Vom dreizehnjährigen Kind [LZ 1.10.’05] bis zum Greis
wird hier jeder Interessent / Konsument bereitwillig von beflissenen
Schwarzafrikanern - gegen einen kleinen Unkostenbeitrag - mit
der Droge seiner Wahl (Kokain, Haschisch, Heroin, synthetische
Drogen usw.) zuverlässig versorgt.
Die kostenlosen (–günstigen) Internetarbeitsplätze der städtischen Stadtbibliothek werden für die aufwendigen
interkontinentalen logistischen Aufgaben der Asylanten gerne genutzt.
In Kooperation mit dem Asylantenheim Hüllhorst werden zum
Zwecke der strafrechtlichen Risiko-Minimierung die größeren
Drogenvorräte außerhalb der Unterkunft „gebunkert“.
[LZ 7.12.’05, NW 30.9.’05, LZ 25.10.’04, NW
31.1.’06] –
Die pastorale und propagandistische Betreuung der Drogendealer und ihrer Mitbewohner (Auseinandersetzung mit finsteren Vorurteilen
der Bevölkerung) wird hingegen einfühlsam und kompetent
vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche, Kirchenkreis Herford,
(Spezialität: Abschiebe- und Asylverfahren)
wahrgenommen. Der haupt- und nebenamtliche Einsatz von Bhazad
Hamadeh und Pfr. Peter-Michael Voss ist hier besonders rühmend
hervorzuheben. („Da weiß ich doch, wofür ich
meine Kirchensteuer zahle.“)
Moralische Vorwürfe sind den asylbegehrenden Dealern sicher
nicht zu machen, denn die bornierten Europäer – und
insbesondere die schuldbeladenen Deutschen – haben immerhin
pflichtvergessen versäumt, den materiellen Lebensstandart
in Afrika, Asien und Übersee so anzuheben, dass Wirtschaftsfluchten
überflüssig wären.
Ein mehrfach verhafteter Asylanten-Dealer - bereits gerichtlich
abgelehnt, aber dennoch nicht ausgewiesen - wusste vor Gericht
schlüssig darauf zu verweisen, dass er sozusagen zum Drogenhandel
gezwungen ist: Die von der Stadt Löhne gezahlte Sozialhilfe
reiche nicht vollständig dazu aus, auch „seine
Familie in Afrika zu unterstützen.“ [NW
30.9.’05]
ATOMWAFFENFREIE ZONE =
Mitte der siebziger Jahre fasste der Löhner Stadtrat, unter Federführung der Genossen Hamel, Krahe und Johannsmeier - mit den Stimmen der SPD-Mehrheit - den international viel beachteten Beschluss, in Löhne keine Atomwaffen (mehr) aufzustellen. Als Ausdruck konsequenten Friedenswillens und internationalistischer Verantwortung konnte somit an den Gestaden der Werre ein entscheidender Beitrag zur Entschärfung des Ost-West-Konfliktes, zur Überwindung des Kalten Krieges wie auch zur Bekämpfung des revanchistischen BRD-Kapitalismus geleistet werden.
AUSSTEIGER-DENKMAL =
Löhne
ist die einzige Stadt Deutschlands, die ein Aussteiger-Denkmal
vorweisen kann.
Während Erich Maria Remarque in seinem Roman „Im Westen
nichts Neues“ seinen Feldwebel Himmelstoß noch grimmig
heiter „LÖHNE UMSTEIGEN!“ spielen lässt, geht obiges Denkmal sogar einen Schritt weiter
und fordert: „LÖHNE AUSSTEIGEN!“ Was jedoch anschließend passieren soll, bleibt schließlich
der Phantasie des geneigten Betrachters überlassen.
BAD LÖHNHAUSEN =
Kunstwort aus dem Kreis prominenter Löhner Verantwortungsträger, das den Wunsch ausdrückt, der Osterbach möge nicht auf ewig das Löhner vom Oeyhausener Gemeinwesen separieren; es möge endlich an der "Allee des magischen Weltklimas" zusammenwachsen, was die Gebietsreform des Jahres 1969 nicht zusammenkommen ließ.
BAHNHOFSUMFELD =
der Bereich in der Stadt Löhne, der mit gleichbleibender
Stetigkeit die größte Kriminalitätsdichte aufweist.
Die LBA fordert zum Schutze der Löhner Bürger hier wirkungsvolle
Maßnahmen. Im Jahre 2005 konnte immerhin das Anbringen von
Videoüberwachungsgeräten durchgesetzt werden.
BARRE-FRAKTION =
Wortschöpfung
aus dem Hause Mattern, gebildet im Jahre 1994 (ursprünglich
mit kritischem Unterton; Nachfolgebegriff für den Terminus
"Jägermeister-Fraktion"); bezeichnet den inneren
Entscheidungsring der Löhner CDU-Fraktion; benannt nach dem
Zaubertrank, der bei den Mannbarkeits-/ bzw. Aufnahmeritualen
und den obligatorischen Clubtreffen (im Clubhaus "Im Dall",
Tennishalle) im Anschluss an - und in Vorbereitung auf - Fraktions-,
Ausschuss- und Ratssitzungen sowie CDU-Vorstandswahlen (z.T. bis
zum Verlust der Muttersprachlichkeit) konsumiert wird.
BEMMAN =
von der SPD mit Mehrheit gewählter und später von ihr wieder abgewählter Stadtdirektor, der in die (natürlich vom Steuerzahler) gut bezahlte Frühverrentung geschickt wurde, um Platz für die parteipolitisch motivierte Vorab-Inthronisierung des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters zu machen.
BIOLOGISCHE LÖSUNG =
markante Formulierung, mit der der bis 2004 residierende CDU-Fraktionsvorsitzende Köstring deutlich machte, dass in Löhne die Interessen von älteren Mitbürgern (hier mit Blick auf einen betroffenen 87jährigen Anlieger - beim Ausbau der Koblenzer Straße) perspektivisch gesehen nicht [mehr] ernst genommen werden müssen. (NW 28.7.'01)
BLUMEN FÜR STUKENBROK =
kommunistisch-sozialistische Volksfrontvereinigung, die seit den
60er Jahren insbesondere kommunistischen und sowjetorientierten
SED- bzw. DKP-Funktionären und Friedenskämpfern (notorisch
bekannt aus den staatlichen Verfassungsschutzberichten) immer
wieder eine Plattform bietet, die revanchistische und imperialistische
Politik des kapitalistischen Westens bzw. der NATO (im Hinblick
auf Kriegstreiberei, Nachrüstung, Berufsverbote usw.) zu
geißeln. -
Führende Repräsentantin ist die Gattin des Sozial-Dezernenten
der Stadt Löhne, Blomenkamp.
Keine andere Stadt Deutschlands ließ dem Arbeitskreis "Blumen
für Stukenbrok" auch nur annähernd soviel Geld
zufließen, wie die Stadt Löhne: Auf Antrag der CDU-Fraktion
(!) flossen hier - allein im Jahr 2001 - 20.000 Deutschmark aus
dem Löhner Steuertopf.
BLUTWIESE =
großes, ö$;kologisch wertvolles Naturschutzgebiet nördlich
der Werre.
Hier fand am 1. August 1759 im Rahmen des Siebenjährigen
Krieges (1756 - 1763) zwischen Preußen/England einerseits
und Österreich/Frankreich andererseits (parallel zur "Schlacht
bei Minden") das für die Preußen unter dem Herzog
Ferdinand von Braunschweig erfolgreiche "Gefecht bei Gohfeld"
- mit einem Sieg über die französischen Truppen - statt.
Nach dem Willen des ehemaligen CDU-Stadtverbandsvorsitzenden,
Landesstraßenbauers und Ex-CDU-Bürgermeisterkandidaten
Andreas Meyer, des CDU-Bundestagsabgeordneten Göhner und
seit November 2005 auch der Löhner CDU-Ratsfraktion soll
die Blutwiese demnächst von der Autobahnstrecke "Nordumgehung"
(zur Entlastung der Stadt Bad Oeynhausen) durchschnitten werden.
BULL =
Bunte Liste Löhne, gewachsen aus den versprengten Löhner
Überresten der 68er-Bewegung, die in den Achtzigern den Versuch
machten, das politische Spektrum links der SPD abzudecken. Dabei
sollten Kommunisten, Friedensbewegte, AKW-Gegner, Öko-Fundamentalisten,
Anti-Berufsverbots-Kämpfer, Graue Panther und Autonome gesammelt
werden. Den Grünen waren sie jedoch nicht "grün",
weil ihnen selbige zu "verbürgerlicht" erschienen.
Zu den Gründungsmitgliedern zählte u.a. Altkommunist
Ulli Adler, z.Zt. BuLL-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, zeitweilig
auch Bundestagskandidat der SED/PDS und Kreisvorsitzender der
Deutschen Kommunistischen Partei [DKP]) sowie Egon Schewe, den
die SPD der BuLL jedoch abwerben und als SPD-Stadtverbandsvorsitzenden
- später als ihren – jedoch erfolglosen – SPD-Bürgermeisterkandidaten
- installieren konnte.
DESPERADOS, GESINNUNGSLUMPEN =
gegen die LBA gerichtete Ausfälle (NW 6.5.’02) des
SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Egon Schewe, der seit Jahren versucht,
sich über seine Funktion als dritter, später als zweiter
Bürgermeister-Stellvertreter, als Herausgeber eindrucksvoller
Kochrezepte sowie als Pausenfüller resp. Conférencier
der vom Steuerzahler finanzierten Varieteenacht zu profilieren.
Im Wahlkampf entwickelte Schewe das Bedürfnis, auf den Sprachschatz
Roland Freislers zurückzugreifen, welcher ursprünglich
als kommunistischer Polit-Kommissar in der Sowjetunion in Lenins
Diensten sozialistischenTerror ausübte, dann vom Linksfaschisten
zum Rechtsfaschisten mutierte und schließlich als Präsident
des Nazi-Volksgerichtshofes zu trauriger Berühmtheit kam,
wo er die Männer des 20. Juli 1944 analog der Schewe’schen
Diktion diffamierte. Eine entsprechende Nutzung des Begriffes
„Gesinnungslumpen“ findet sich auch bei Adolf Hitler,
der im Januar 1945 diesen Terminus (im Goebbel’schen „Sender
Werwolf“) gegen diejenigen einsetzte, denen Zweifel am Endsieg
des „Tausendjährigen Reiches“ kamen. -
Als getreue Stimme seines Herrn wusch Biedermann Dieter Schneider,
SPD-Ratsherr aus Gohfeld, seine Hände in Unschuld, wusste
jedoch genau, wer „die Bösen“ sind, übernahm
und vertiefte den Schewe’schen Sprachgebrauch: „Hetze
und Denunziation überlassen wird den Desperados von der LBA!“ (NW 15.7.04).
DEZERNENTEN-SPRINGEN =
in Löhne erfundene Sportart, die von Alt-Bürgermeister
Hamel anlässlich der Ratssitzung vom 27.6.01 - präfiguriert
durch die Aktivitäten des legendäre HB-Männchens
- vorgeführt wurde. Bisher noch erfolglos für das "Guiness-Buch
der Rekorde" nominiert.
[Aufgabe: Politische Transparente, die Demonstranten von einer
(Rats)Empore bis zu einer Höhe von ca. 2,90 Meter herunterlassen,
müssen von hochkarätigen Dezernenten (Teilnahmeberechtigung
ab BAT I b bzw. ab A 15) in anlauflosen Sprüngen heruntergerissen
werden.
Wer zuerst - eingewickelt in ein Transparent - auf dem Boden liegt,
hat gewonnen.]
ELEKTROSCHROTT-DEPONIE =
zentrales Gartenschau-Ensemble und künstlerischer Gipfelpunkt
der Landesgartenschau "Aqua Magica" im Jahre 2000. Inbegriff
dessen, was nach rot-schwarzem Naturverständnis eine ideale
Gartengestaltung ausmacht.
Überraschenderweise von den befürwortenden Stadtvätern
resp. -müttern bisher noch nicht in den eigenen Vorgärten
kopiert. (In materieller Hinsicht wurde diese "Garten"-Schau
eine böse Pleite und blieb auch bei den Besucherzahlen, trotz
günstigen Wetters, deutlich unter den Erfolgen der vergleichbaren
Landesgartenschauen [z.B. in Oelde]).
EMR-ANTEILE =
1,84 prozentiger Besitzanteil der Stadt Löhne am EMR im Wert
von ca. 10 Millionen €. Vom Frühjahr 2001 bis Dezember
2002 wurde im Rathaus mit anhaltender Emsigkeit geprüft und
geforscht ("Marathon-Prüfung"). Offizielle Begründung:
Die Verwaltung will herausfinden, ob das Halten der Anteile oder
das Verkaufen günstiger wäre. Das Ergebnis wurde nach
zwischenzeitlicher Rückbesinnung auf die tradierten Grundrechenarten
gefunden: Die LBA hatte von Anfang an recht: Es ist wirtschaftlicher
zu verkaufen!
Tatsächlicher Hintergrund: Die SPD wollte möglichst
viel Zeit ins Löhner Land ziehen lassen, um die Bürger
den 180-Grad-Kurswechsel der Sozialdemokraten vergessen zu machen
bzw. zu verschleiern. – Denn - ursprünglich - bis Oktober
2001 - war die SPD radikal gegen den Verkauf, gründete hurtig
eine "Anti-EMR-Verkaufs-Bürgerinitiative", sammelte
mit Fleiß zahlreiche Unterschriften gegen die Privatisierung
des EMRs, zog dann klagenderweise vor das Verwaltungsgericht Minden
- und fiel daselbst prompt auf die Nase. (NW 18.10.01).
Der SPD-Ratsfraktion blieb es jedoch vorbehalten, zum Gesamtkomplex
"kommunale EMR-Anteile" den krönenden Schlusspunkt
zu setzen, der wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge"
zu den vormals eindrucksvollen SPD-Bedenken passt:
In der Ratssitzung vom März 2005 forderten exakt
die gleichen Genossen, die damals ein Horrorszenario mit kräftigen
Farben dem Wähler - grad passend zur damaligen Landtagswahl
vom Mai 2000 - ausgemalt hatten, eine recht bemerkenswerte Beschlussfassung:
Der Kreis Herford wird auf Antrag der SPD aufgefordert, nun zusätzlich
auch die restlichen EMR-Anteile mit einem Nominalwert von 2,2
Millionen Euro abzustoßen und zu verkaufen! (LZ 9.3.05)
ERBLAST =
riesiger Schuldenberg von rund 85 Millionen €, den die SPD in der Zeit ihrer rund 60jährigen Alleinherrschaft in Löhne bis zur ihrer Abwahl bei der Kommunalwahl 2004 anhäufte und damit den Löhner Stadthaushalt in den Ruin riss.
FILZDREIECK, magisches =
beschreibt die politischen Ausgangslage, die die LBA im Jahre
2001 vorfand, als sie ihre bürgerorientierte Arbeit gegen
Filz und Korruption in der Stadt Löhne aufnahm.

FÜLLHORN =
1.) Attribut der altrömischen Glücksgöttin Fortuna,
die unstetig hin und herflatternd, knappgeschürzt, jedoch
mit einer Augenbinde versehen, sich die Freude macht, aus ihrem
schier unerschöpflichen Schatze reichhaltige Wohltätigkeiten
- nach willkürlichem Belieben - den Sterblichen zu spenden.
2.) Symbol für der Klientel-Begünstigung durch die örtliche
sozialdemokratischen Dependance, die es jahrelang versuchte, Frau
Fortuna gleichzutun, dabei jedoch in Ermangelung eines dienstwilligen
Dukatenesels auf dem Rücken der Löhner Steuerzahler
den erstaunlichen Schuldenberg von rund 85 Millionen Euro anhäufte.
– Im Unterschied zu der beispielgebenden altrömischen
Dame wurden die verschenkten Steuergelder keineswegs willkürlich,
sondern gezielt und sehenden Auges bei der roten Genossen-Klientel
abgeladen (siehe Plus-Vereinigungen).
GLOBALISIERUNG =
Ein Hauch von großer weiter Welt durchpustete
im Sommer '05 die Straßenschluchten der Ellerbuscher Straße.
Keinem anderen als dem aus der Freien und Hansestadt Hamburg herbeigeeilten
Spitzenarchitekt Professor Klaus Sill, bestens
vertraut mit weltumspannenden Gebräuchlichkeiten, blieb es
vorbehalten, den entscheidenden Anstoß zu geben, um Löhne
auf einen internationalen Standard zu heben, unser Gemeinwesen reif für die vielbeschworene und zu Recht geforderte
Globalisierung zu machen. Aus Anlass des traditionellen
Richtfestes der neuen Feuerwehrhauptwache, bei
dem die illustren Gäste und Ehrengäste leider noch etwas
hinterwäldlerisch mit Bratwurst, Bier und Korn, statt mit
Fish und Chips nebst Whiskey in Stimmung gebracht bzw. verköstigt
wurden, durften die Ehrengäste dem neuen Bau alles Gute wünsche.
Unter Einwirkung der hochsommerlicher Mittagsglut entfaltetet
Professor Sill seine zukunftsweisenden Visionen.
Im Zentrum seiner Überlegungen der alles entscheidende Geistesblitz:
„Englisches Vokabular soll die neue Feuerwache adeln!“
Also Schluss mit den längst überholter, verstaubten
teutonischen Beschriftungen, die seit alters her deutsche Spritzenhäuser
mit einem Ruch von Provinzialität versehen.
Statt: „Retten, Löschen, Bergen“ jetzt endlich - im Rahmen des Sill’schen Globalisierungskonzeptes
- „Retting“, „Lösching“,
„Berging“, so jedenfalls der Umsetzungsvorschlag
der NW vom 9.7.’05.
Und später, übers Jahr, bei der globalisierten Einweihungsfeier,
flattert dann auf dem Dach der neuen Wache der „Union Jack“;
pülskert im Feuerlöschteich original englischer Whiskey
- selbstverständlich gerührt und nicht geschüttelt.
-
Die mit Melone, Stockschirm und Kneifer ausgestatteten Prommis
schmettern nun aus voller Brust: “God save the Queen!” – und das Echo wirft es vom Wiehen zurück ins Minden-Ravensberger-Land.
-
Oder besser noch, sie rufen inständig:
„Oh Heiliger Sankt Florian, so schütze auch Mister
Claus Sill vor den geistigen Wirkungen und Nebenwirkungen der
Globalisierung!“
GOHFELDER TANNEN =
wunderschönes Naherholungsgebiet am Mittelbach mit attraktiven
Wanderwegen und Kinderspielmöglichkeiten. - Selbiges wurde
im März 1983 zur großen Überraschung der Vereinigten
Staaten von Amerika und dem damals noch existierenden "Mutterland
aller Werktätigen", der friedliebenden Sowjetunion,
in einem einseitigen Akt des fortschrittlichen (sozialdemokratischen)
Touristenvereins "Die Naturfreunde" zur "ATOMWAFFENFREIEN
ZONE" erklärt (NW 8.3.83). -
Flankierend dazu wurden die Gohfelder Tannen auch zum Schauplatz
leichtfüßiger Aktivitäten der frohsinnigen naturfreundlichen
Volkstanzgruppe gemacht.
HAUS BECK =
1147 und 1151 wird das Gut Beck urkundlich erstmalig erwähnt. - Die dänische Königfamilie stand in verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Herren von Beck, deren Rittersitz das "feste Haus Beck" war.
HAUSHALTSSPERRE =
Nachdem der Kämmerer und seine Partei, die SPD, sich im Dezember
2001 - trotz der Warnungen der LBA - nicht davon abhalten ließen,
einen unausgeglichenen Haushaltsplan vorzulegen und zu beschließen,
musste der Kämmerer im Mai 2002 die Notbremse ziehen und
eine Haushaltssperre verfügen. Die LBA hatte zuvor auch die
Fehlplanung des Werretalhallen-Umbaues aufgedeckt. Auch Folge
der enormen politischen Anstrengungen des Löhner Ex-Bürgermeisters
Werner Hamel: in seiner hauptamtlichen Amtszeit gelang ihm die
Verdoppelung der Stadtschulden.
Kleinlaut gestand Kämmerer Held am 29.1.'03 schließlich
ein: Die LBA hat recht - die städtischen Steuereinkünfte
wurden falsch geschätzt, die EMR-Anteile müssen verkauft
werden, der Ausbau der Werretalhalle ist nur mit Schulden zu bezahlen.
INTERNATIONALE =
Lieblingsmelodei des mittlerweile verrenteten Stadtoberhauptes
Werner Hamel, besonders gern intoniert bei Lautenbegleitung durch
sandinistische Freiheitskämpfer in trauter "Treibhaus"-Runde.
Die Löhner NW titelte (im Sept. 2000) mit Blick auf den gemeinsamen
Abend der beiden Polit-Spitzen aus Condega und Löhne recht
hübsch: "Der Bürgermeister besingt Che Guevara".
INTHRONISIERUNG =
kostenintensives Verfahren der verfrühten Einsetzung eines
hauptamtlichen Löhner Bürgermeisters mit verheerende
Auswirkung für die Finanzen der Stadt. Erinnert in seinen
materiellen Dimensionen an die Inthronisierungen von einigen Renaissance-Potentaten.
Aufgrund eines SPD-Beschlusses wurde Stadtdirektor Bemmann - trotz
laufenden Vertrages bis Ende '97 - bei vollen Bezügen vorzeitig
in die "Wüste geschickt". Ursache waren nicht sachliche,
sondern rein parteipolitische, d.h. wahltaktische Gründe:
Der vorzeitig vom Rat gewählte Bürgermeister sollte
mit dem Amtsbonus in den nächsten Wahlkampf geschickt werden.
Diese SPD-Entscheidung kostete den Löhner Steuerzahler allein
im ersten Jahr mehr als 1 Mio. DM und löste zusätzlich
erhebliche jährliche Dauerkosten aus und wurde damit ein
weiterer Nagel zum Sarg des städtischen Haushaltes:
Entgegen anderslautenden Versprechungen wurden
statt 3 dann doch 4 Dezernate geschaffen.
Allein die Bildung der Stabsstellen zur Entlastung des Bürgermeisters
kostet (pro Jahr) nach vorsichtigen Berechnungen ca. 150.000 DM.
Flankiert wurde die Installierung des neuen Bürgermeisters
ferner von einer Beförderungswelle einmaligen Ausmaßes:
- Herr Blomenkamp kam von (1996) BAT II auf (1997) I [I b,I a
wurden übersprungen]
- Herr Engelke kam von (1996) BAT II auf (1998) BAT I [I b,I a
wurden übersprungen]
- Herr Ebke kam von (1997) BAT IV a auf nun I b gehoben.
- Frau Nolting kam auf BAT II.
- Frau Schneider von BAT III auf BAT II.
- Weitere Beförderungen gab es in der Führung der Wirtschaftsbetriebe
(WBL)
Noch Anfang der 70er hatte die Avantgarde der ost-westfälischen
Sozialdemokratie, die SPD-Mennighüffen, lauthals gefordert:
im Rathaus soll keiner mehr als A 14 verdienen. Bei der Verrentung
des letzten SPD-Bürgermeisters waren es - allein im Beamtenbereich
- 3 Personen.
KEMENAS MÜHLE =
privates Mühlenmuseum am Mittelbach, unweit des Landesgartenschaugeländes, mit zahlreichen technikgeschichtlichen Besonderheiten. Liebevoll von der Familie Kemena und einem Freundeskreis gepflegt.
KOALITION =
Bisweilen wird von Seiten der SPD von einer „bürgerlichen
Koalition“ im Löhner Rathaus gesprochen. Diese
Behauptung, im Löhner Rathaus würde EINE Koalition bestehen,
ist in mehrfacher Hinsicht falsch:
1) Zutreffend ist, das CDU und FDP sich vor der
Kommunalwahl 2004 ganz offiziell eine dauernde Zusammenarbeit versprochen haben.
2) Ferner gibt es ein unerklärtes Bündnis zwischen
der SPD und der PDS geführten Bunten Liste (BULL).
Die SPD sah es offenbar als notwendig an, mit der SED-Nachfolgepartei,
die regelmäßig im Verfassungsschutzbericht aktenkundig
wird, den Schulterschluss zu vollziehen.
Hintergrund: SPD-Vorsitzender Egon Schewe und der Altkommunist
Ulrich Adler hatten bereits vor Jahren eine gemeinsame
linksmarxistische Gruppierung gegründet, aus der die BULL
entsprang. Nachdem ihm eine Karriere in Aussicht gestellt wurde,
trat Schewe später zur SPD über. Damals wie heute gibt
es gemeinsame Ziele von Adler und Schewe, SPD und Bunter Liste:
Umverteilung durch hohe Steuersätze, Beibehaltung des hohen
Personalbestandes im Rathaus und Subventionierung der eigenen
Klientel (siehe Plus-Vereinigungen).
3) Die Löhner-Bürger-Allianz hat eine Koalition mit anderen Ratsfraktionen grundsätzlich ausgeschlossen. Dennoch trägt die LBA selbstverständlich
Verantwortung für unsere Stadt. Prüfstein ist bei jeder
einzelnen Sachentscheidung ausschließlich das Wohl der Menschen. Koalitionspartner der LBA ist und bleibt der Löhner Bürger – und sonst niemand.
Deshalb gibt es von Seiten der LBA so oder so keine Entscheidungsautomatismen.
Sinnvolle Anträge finden in Rat und Ausschüssen unsere
Unterstützung, ohne den Blick darauf, ob sie von SPD oder
CDU kommen.
KÖLSCHER-KLÜNGEL =
a) markante Bezeichnung für ein gar vielschichtiges und geheimnisvolles
politisches, privates und wirtschaftliches Verflechtungssystem
von wechselseitiger Unterstützung und Gunstgewährung
zwischen SPD, CDU, Verwaltung und Wirtschaft in der rheinischen
Domstadt.
b) markante Bezeichnung für ein vergleichbares Verflechtungssystem
von nachhaltiger Unterstützung und augenzwinkernder Gunstgewährung
zwischen SPD, CDU, Verwaltung und Wirtschaft in der Stadt des
magischen Schuldenkraters, benannt nach dem Multi-Talent Kölsch
- zeitweise CDU-Ortsunionsvorsitzender, dann CDU-Stadtverbandsvorsitzender,
dann stellvertretender Fraktionsvorsitzender, dann wieder kurzzeitig
Stadtverbandsvorsitzender, wieder Ortsunionsvorsitzender und schließlich
in den Fußstapfen Köstrings CDU-Fraktionsvorsitzender:
- erfolgreicher Baumeister der schwarz gebauten Kottmeyer-Villa
im Naturschutzgebiet "Blutwiese";
- maßgeblicher Unterstützer der Legalisierung der schwarz
gebauten Villa;
- Politisches Credo: „Die Löhner Landschaft
muss zu Bauland umgewandelt werden!“
- Spezialist für die Umwandlung von Landschafts- bzw. Naturschutzgebiet
in offizielles wohlfeiles Bauland, das er dann bebauen kann (erfolgreicher
Versuch: z.B. Baxwittel / Mühlensiek; misslungener Versuch:
Landschaftsschutzgebiet "Am Hagen"; noch in Bearbeitung
befindliches Projekt: Leinkamp / Schierholzstraße. -
Wörtliches Zitat eines älteren Gohfelder Ratsmitgliedes
bei der Diskussion innerhalb der CDU-Fraktion: "Das haben
wir doch immer so gemacht. Wenn die SPD einen Umwandlungsantrag
stellt, stimmen wir zu. Und wenn die CDU einen Antrag stellt,
stimmt die SPD dem auch zu."
PS: Ein Versuch der LBA - per Ratsanfrage - die zahlreichen Umwandlungen
von Landschaftsschutzgebieten innerhalb der Stadt Löhne (zum
Zwecke der Wohnbebauung) ans Tageslicht und mehr Klarheit in diese
Zusammenhänge zu bringen, wurden vom damaligen Bürgermeister
Hamel und seinem Dezernenten Engelke - freundlich grinsend - mit
der Begründung abgelehnt: Man sei "dazu nicht in
der Lage, weil die Stadt keine entsprechende Statistiken führt."
KREISEL-KURT =
gängiges Löhner Kosewort für den gegenwärtigen
Bürgermeister Quernheim, welches auf seine bereits als Bauamtsleiter
dargestellte Vorliebe für die Erstellung von „Kreisverkehrsplätzen“
(Amtsdeutsch) oder „Kreisel“, „Puddings“
(volkstümlich) anspielt.
Selbstbezeichnung im eigenen Wahlprospekt: „DER
PROFI“.
KUNST =

wird in Löhne GROSS geschrieben. Die SPD versteht darunter
primär Graffiti, das von ihr seit langen Jahren befürwortet,
toleriert, verteidigt und an städtischen Schulen "pädagogisch
begleitet" wird. - Anträge der LBA, das Graffiti wenigstens
an den städtischen Gebäuden zu entfernen, wurden von
der SPD/CDU Filzkoalition stets abgeschmettert (siehe u.a. Kulturausschusssitzung
vom 26.11.2002, Ratssitzung vom 24.4.2002) - dann aber - oh wunder
- Anfang Juni 2002 in aller Stille am Löhner Gymnasium dennoch
verwirklicht. Auch am städtischen Brückenhaus konnte die LBA die
Graffiti-Beseitigung durchsetzen.
LANDSCHAFTSSCHUTZ-/NATURSCHUTZGEBIET =
"Bauland in spe" bzw. sozialdemokratische Verfügungsmasse zur Unterfütterung der (vormaligen) rot-schwarzen Filzkoalition - mit dem Ziel der Saturierung der Bauambitionen aus dem Umfeld der Barre-Fraktion (="Judas-Lohn" für den Verzicht der CDU auf oppositionelle Verhaltensweisen).
MAULKORB =
a) disziplinierender Beißschutz aus den Vorschriften der
nordrhein-westfälischen Landeshundeverordnung, zur Sicherung
der Bürger vor blutrünstigen Kampfhunden
b) in Löhne - im Rahmen eines bürgermeisterlichen Erlasses
(= "Maulkorb-Erlass") eingesetztes Instrument, mit dem
das Ex-Stadtoberhaupt Hamel seine dienstbaren Geister vor der
Kontaktaufnahme mit (LBA-)Ratsmitgliedern schützen wollte.
Hamel teilte in der Ratssitzung vom 30.10.'02 den verblüfften
Anwesenden mit, er habe seinen Bediensteten - ab sofort - verboten,
Ratsmitgliedern noch irgendwelche Fragen zu beantworten.
Sämtliche (Sach-)Fragen an die Verwaltung müssten ab
sofort erst einmal über seinen eigenen Schreibtisch laufen,
erst dann würde zentral entschieden, wie bzw. ob eine Beantwortung
erfolgen solle.
Vordem konnten sich (LBA-)Ratsmitglieder im Sinne der Löhner
Bürger direkt an Verwaltungsmitarbeiter wenden, z.B. um zu
vermitteln, um Fragen zu klären, um sich für die betroffenen
Bürger einzusetzen. - Diese Zeiten waren nun vorbei; doch
- überraschenderweise – durften Nicht-Ratsmitglieder
- noch unzensiert - mit Verwaltungsangestellten sprechen, ohne
dass der Bürgermeister dies steuern wollte / konnte.
MINUS-VEREINIGUNGEN =
Organisationen des sportlichen oder unpolitischen Raumes, deren Vorstandsmitglieder das Missvergnügen der SPD-Genossen ausgelöst haben und deren Unterstützungsanträge deshalb in Stadtrat abgeblockt werden (u.a. der SVLO, Obernbecker Schützenverein).
NAZI-KEULE =
grobschlächtiges Kampfwerkzeug (nach steinzeitlichem Urmuster)
bei der Bekämpfung des politischen Gegners - mit der Zielsetzung
der Diffamierung und Dämonisierung. Kommt insbesondere dann
zum Einsatz, wenn die eigenen, sachlichen Argumente erschöpft
oder in sich zusammengebrochen sind. Motto: "Wer es wagt,
Sozialisten zu kritisieren, muss ein Nazi sein!"
Erste Anwendung bei Walter Ulbricht: "Adenauer ist der Hitler
von heute".
Die NAZI-KEULE wurde in Löhne von jungen Sozialisten vielfach
im Kommunalwahlkampf 1999 eingesetzt, u.a. indem bürgerliche
Plakatierung mit Nazi-Hakenkreuzen beschmiert wurden. Weiterer
Einsatz der NAZI-KEULE durch den damaligen Bürgermeister
Hamel, der nach selbigem Muster in der Hauptausschusssitzung vom
12.06.2002 das LÖHNER-FORUM der LBA als "braunen Kanal"*
beschimpfte.
Entwicklungsgeschichte der NAZI-KEULE: nach 1945 gab es in Deutschland
unter den Demokraten Einigkeit in der gemeinsamen Verurteilung
des rechtsradikalen Nationalismus. Daraus erwuchs in der Bundesrepublik
die Gewohnheit, das "Dritte Reich" in moralischer Hinsicht
als das "negative Maximum" aufzufassen (vgl. auch die
physikalischen Experimente Fahrenheits, die maximale Kälte
zu bestimmen).
Sozialisten, Kommunisten - Linksradikale aller Schattierungen
- versuchen seitdem - in Leugnung der strukturellen Übereinstimmung
der national- und realsozialistischen Diktaturen (der strukturellen
Identität des Rechts- und Linksradikalismus, des Rechts-
und Linksfaschismus, des Dritten Reiches und des Sowjetimperiums)
- sich als den positiven Gegenpol zum Nationalismus darzustellen.
Demokraten, die sich dieser Behauptung nicht fügen wollen,
werden mit der NAZI-KEULE belangt: Sie sollen in die Nähe
des Nationalismus gezerrt und somit diffamiert werden.---
* (Andere Interpreten deuteten Hamels Einwurf auch als eine nette
nostalgische Reminiszenz an die Wurzeln der eigenen beruflichen
Karriere im städtischen Klärwerk.)
PLUS- bzw. VORZUGS-VEREINIGUNGEN =
Organisationen des sogenannten vor-politischen Raumes, deren Vorstände
überwiegend mit SPD-Genossen besetzt sind und deren Bezuschussungsanträge
vor 2005 nicht dem Risiko ausgesetzt waren, durch den vormals
SPD-dominierten Stadtrat oder dessen Ausschüsse abgelehnt
zu werden (z.B. AWO; Naturfreunde; Arbeit & Leben; DGB; Nicaragua-Verein;
Stadtjugendring; Verein für Politik, Kommunikation und politische
Bildung).
Allein in der Zeit zwischen 1985 und 2005 erfuhren z.B. die Naturfreunde
als klassische SPD-Klientelorganisation eine städtische Subventionierung
von mehr als 108.000 Euro [lt. Ratsitzung vom 14.12.05, TOP 9.4.].
Diese Summe umschließt die direkte Bezuschussung durch Haushaltsgelder
wie auch indirekte Bezuschussungen über die Löhner Anteile
an den Gewinnausschüttungen der örtlichen Sparkasse.
Nicht in dieser Summe enthalten sind weitere überregionale
staatliche Subventionen.
PROFI-ZAPFANLAGE =
Die Stadt Löhne, genau im Schnittpunkt der Wendekreise von
Herforder Pils (Herford) und Barre Bräu (Lübbecke) gelegen,
und weit im Land bekannt als Heimat des "Löhner Oktoberfestes"
(das schon vor Jahren in Bayerns Kapitale antizipiert bzw. mit
gutem Erfolg imitiert wurde) verfügt als einziges Standesamt
der Bundesrepublik Deutschland über einen besonderen Service
für frisch vermählte Eheleute wie auch für die
(seit 2002 von Rot-Grün installierten) "eingetragenen
gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften" nebst trinkfreudigem
Anhang:
Ungeachtet der aktuellen Haushaltspleite wird nunmehr ein veritabler
Fetenkeller nebst aufwendiger Profi-Zapfanlage "vorgehalten".
Es soll - samt hochwertiger Einrichtung - verhindern, dass nach
vollzogenem Bindungsritual den Anwesenden die gute Laune vergeht
oder gar die durchs Ja-Wort in Anspruch genommene Hälse bzw.
Zungen antrocknen. Mannhaft - den Zustand der eigene Leber nicht
achtend - gingen 2002 die Politiker der rot-schwarzen Filzkoalition
voran: Sie ließen sich durch nichts davon abhalten, diese
bahnbrechende Einrichtung einer volksnahen Kommunalpolitik, deren
Vorbildcharakter weit über die Grenzen der Werrestadt hinweg
zu beeindrucken wusste, höchstselbst gebührlich einzuweihen:
In vorderster Front die damalige sozialdemokratischen Mehrheitsfraktion
("Brüder zur Sonne, zur Freizeit!") - flankiert
durch die nicht minder trinkfeste Barre-Fraktion (siehe oben)
[gelegentlich auch noch als "CDU-Fraktion" bezeichnet].
PSYCHOTHERAPIE durch FISCHBAUCHBRÜCKE =
Ganz
neue, fraglos bahnbrechende Methode der psychotherapeutischen
Krisenintervention. In Löhne vom Leiter des städtischen
Planungs- und Bauordnungsamtes Dipl.-Ing. Wolfgang Helten (SPD)
entwickelt und dem staunenden Publikum in der Ratssitzung vom
14. Dezember 2005 präsentiert. Nach ausgiebiger klinischer
Anamnese kam „Doktor“ Helten nicht umhin, bei den
Bürgern der Werrestadt ein „markantes Defizit
im Bereich kollektiver Identitätsfindung“ zu konstatieren. -
Die klassische, traditionelle Vorgehensweise, also die Unterbringung
der Löhner Bevölkerung in geeigneten Heilanstalten schied
mit Blick auf die große Patientenzahl und angesichts der
finanziellen Probleme von Ulla Schmidts Gesundheitssystem von
vornherein aus; also keine langwierigen Aufenthalte auf der Freud’schen
Ledercouch, keine aufwendigen Schreitherapien oder Gesprächssitzungen,
keine identitätsstiftende Arbeit mit Handschmeichlern.
Nach Wochen des Grübelns und des Forschens das Ergebnis:
Seelen-Klempner Helten ist nicht nur zur kompetenten medizinischen
Fallanalyse befähigt, sondern glücklicherweise auch
in der Lage, ein geeignetes Therapeutikum zur wirkungsvollen Behandlung
der Erkrankten zu verordnen:
Seine überraschende Antwort auf die lokale psychische Epidemie:
“Der heilsame Balsam für die deformierten
Löhner Seelen besteht aus Stahl und Beton und hat die äußere
Form einer gewaltigen, die Werre überspannenden Fischbauchbrücke.“
Diese Brücke - und nur genau diese - ist in der Lage, die
tiefe innere Spaltung zu überwinden, deren Keim sich bereits
1811 in die heimischen Gemüter senkte. Ausgelöst wurde
die Krankheit, als Napoleon die Werre zur Staatsgrenze bestimmte,
als er Löhnes Norden dem Kaiserreich Frankreich zuordnete,
dem Königreich Westfalen hingegen den Süden zuschlug.
Hier setzt Doktor Heltens Behandlung an: Grenzen überwinden,
Yin und Yang versöhnen, das nördliche Ufer mit dem südlichen
augenfällig durch „einen städtebaulichen Schwerpunkt“
verschwistern, die zerrissenen Löhner Seelenanteile behutsam
- aber kraftvoll und rostfrei - zueinander fügen.
Der besondere Reiz dieser Kur liegt darin, dass sie überdies
auch in der Lage ist, der Identitätsfindung und dem Selbstbewusstsein des ersten Bürgers der Stadt kräftig
aufzuhelfen: Bürgermeister Quernheims Ruhm, in Stahlbeton
gegossen, kann so augenfällig für zukünftige Generationen
verewigt werden.
Da ist auch der CDU, die sich ansonsten eine geradezu lippische
Sparsamkeit aufs Panier bzw. in das nun schon etwas verblichene
Wahlkampfpapier geschrieben hat, auch das Allerbeste nicht zu
teuer:
Schlappe 800.000 € soll das heilsame Brücken-Bauwerk
- nach vorsichtigen Schätzungen – insgesamt kosten. –
Legt man die anteiligen Pro-Kopf-Kosten auf alle 42.000 Bürger
und ihren Bürgermeister um, wird man unschwer feststellen
müssen, dass für dies kleine Geld kein Psychiater der
Welt auch nur eine einfache Spinnen-Phobie bekämpfen könnte.
Risiken und Nebenwirkungen: Die bemerkenswerten Kosten werden
wohl sämtliche Versuche, dem maroden städtischen Haushalt
wiederaufzuhelfen, zunichte machen. Deshalb wird es wohl nötig
sein, bei der Sport- und Vereinsförderung in Löhne zukünftig
gewisse Abstriche zu machen.
RADIO HERFORD =
Beliebt - wie sauer Bier: Keine Kommune im gesamten Kreis Herford
ist bereit, der Stadt Löhne die gekündigten Besitzanteile
an der Beteiligungsgesellschaft für Radio Herford zu abzunehmen.
Geschäftsführer Uwe Wollgramm versprach im Hauptausschuss
vom 8.9.’05 zwar für spätere Zeiten Gewinne und
die Rückzahlung der zusätzlich gewährten Kredite,
konnte oder wollte jedoch keinen Termin nennen und keinerlei Auskunft
darüber geben, welche (Zins-)Verluste der Stadt Löhne
schon bisher durch den Aufkauf der Anteile entstanden sind.
1991 hatte die Stadt Löhne auf Betreiben der SPD kräftig
zugelangt: Mit dem wohlfeilen Geld des Steuerzahler wurden mehr
als doppelt so viele Gesellschafter-Anteile gekauft, wie sich
die Städte Herford und Bünde, die beiden größten
Orte des Kreises, ZUSAMMEN leisten konnten.
REKORDE =
- keine Stadt in NRW hat weniger Waldflächen als Löhne;
- keine Stadt in NRW hat eine höhere Kraftfahrzeugdichte;
- in keiner Stadt in NRW wird die Ausweitung der Erholungsgebiete
konsequenter von der Ratsmehrheit abgeblockt als in Löhne.
(RE-)SOZIALISIERUNG von JUSOS =
Ein interessantes sozialpsychologisches Experiment wurde 2005 vom örtlichen Jugendamt durchgeführt.
Unter der Federführung des sozialdemokratischen Dezernenten
Blomenkamp wurde versucht, einige seiner jugendlichen
SPD-Parteigenossen, sogenannte Jungsozialisten,
zu (re)sozialisieren.
Hintergrund: Im vergangenen Kommunalwahlkampf hatten sich die argumentativen Möglichkeiten dieser halbwüchsigen
Jusos erschöpft und sie gerieten mit dem Gesetz in Konflikt,
da sie in der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner
zu Mitteln der >Nötigung< und >Gewalttätigkeit< griffen.
Die Gruppe der Junggenossen unter ihrem Rädelsführer,
dem Juso-Vorsitzenden Anil Sehirli, wurde dann von Kriminalpolizei
und Bielefelder Staatsanwaltschaft dingfest gemacht und verhört (Az: 46 Js 588/04). Weil sie sich alsbald als geständig
und reumütig erklärten, sahen die Justizbehörden
schließlich von der Einleitung eines offiziellen Strafverfahrens
ab, und alle vier wurden der erzieherischen Obhut des
örtlichen Jugendamtes überstellt.
Das Amt, das seine Maßnahmen neuerdings als „Produkte“
definiert, unternimmt mit dem „Produkt Nr. 4“ regelmäßig den Versuch, bei auffällig
gewordenen jugendlichen Straftätern mit erzieherischen und
therapeutischen Verfahren einzuwirken, um eine gesetzeskonforme
Lebensweise anzubahnen. In diesem konkreten Fall bediente
sich die Stadt Löhne dabei der professionellen Hilfe des
Vereins „Der Anleger – Soziales Lernen“ in Herford.
Dem Vernehmen nach wurde hier mit Anil Sehirli und seinen
Jung-Genossen ein eingehendes Konflikt-Trainingsprogramm
durchgeführt. Zielsetzung: Es soll die Fähigkeit erworben
werden, zukünftig Auseinandersetzungen im Alltag
gewaltfrei gestalten zu können.
Mit Blick auf die Rückfall- bzw. Sozialprognose der Täter
teilte „Der Anleger“ mit, dass die Beschuldigten anschließend
den Eindruck vermittelt hätten, „aus dem Geschehenen
gelernt zu haben.“ Doch mussten sie darauf hingewiesen werden,
„dass sie bei einem weiteren Vergehen mit einer Bestrafung
rechnen müssen.“
REVOLUTIONSROMANTIK =
zentrale Gefühlslage des bis 2004 amtierenden Bürgermeisters,
bestimmend für die ...
- Auswahl seiner Freude (Don Carlito, Don Ernesto);
- Intonierung entsprechenden Liedgutes (Internationale etc.);
- Kanalisierung örtlicher Finanzströme;
- Schwerpunktsetzungen städtischer (Auslands-)-Aktivitäten;
- Entfaltung einer regen Reisetätigkeiten (z.B. Nicaragua,
Osteuropa).
RÜHRUPS MÜHLE =
aus eindrucksvoller bürgerschaftlicher Eigeninitiative (Verein
"Vom Korn zum Brot") erwachsenes äußerst
sehenswertes bäuerliches Mühlen-Ensemble auf dem Wittel
- häufig mit lebendigen Programmangeboten.
SACHLICHKEIT =
Es gibt Dinge, auf die kann man sich verlassen; die sind „bombensicher“,
so sicher wie das sprichwörtliche „Amen in der Kirche“:
Dazu gehört die Milde des Frühlings, die Hitze des Sommers,
der Nebel des Herbstes und die Kälte des Winters –
und seit der letzten Löhner Kommunalwahl auch der bürgermeisterliche
Appell zur Sachlichkeit.
Regelmäßig ruft er abweichende Meinungen zur Ordnung.
Genauer gesagt, Quernheim fordert expressis verbis >die
Rückkehr zur Sachlichkeit<.
Wenn mal gerade keine Rats- oder Ausschusssitzung ist, ruft er
erst zum Pressegespräch (NW + LZ 14.1.06) – und dann
dort zur >Ordnung und Sachlichkeit<. (Seine besonders
bevorzugte Lieblings-Sprechblase: „Lassen Sie uns[?]
doch endlich wieder sachlich werden!“)
Wer ist >unsachlich<? Wer wird zur Umkehr aufgefordert?
Natürlich nicht wirklich „wir“, sondern die „anderen“,
also alle diejenigen, die Q’s Meinung nicht teilen.
Soll heißen: LBA und SPD waren in den vorangegangenen Wochen
vom tugendhaften Pfad der Sachlichkeit abgewichen; waren anderer
Meinung als >der Profi<. - CDU und FDP hingegen blieben
brav auf der Spur des Bürgermeisters, also nach dem Urteil
von Quernheim >sachlich<. Die brauchen nicht umkehren, die
dürfen so weitermachen, wie bisher. Das gab ein Sternchen.
-
Wer entscheidet denn darüber, wer und was >sachlich<
ist?
„Natürlich der Bürgermeister. Der ist Profi. Der
hat den Überblick, den übergeordneten Standpunkt. Der
ist immerhin von 51,11 % der Löhner Wähler (bei einer
Wahlbeteiligung von 52,55 %) gewählt worden. Also weiß
er, was richtig ist und er weiß auch was falsch ist! Das
müssen SPD und LBA doch endlich kapieren.“
LBA und SPD müssen ihren Irrtum einsehen. Umkippen oder einknicken,
egal wie, – auf jeden Fall aber die Meinung des Profis in
Sachen >Leinkamp-Bebauung< übernehmen; und natürlich
bei der >Fischbauch-Brücke< auf Sparsamkeit verzichten,
den Deckelungs-Antrag wieder korrigieren und anschließend
brav und ruhig sein.
„Dann ist der Bürgermeister auch wieder huldvoll, lächelt
milde, lobt die reuigen Sünder vielleicht sogar. Und unsere
kleine Löhner Welt ist wieder in Ordnung.“
Und wir alle können uns wieder daran erfreuen, was wir für
einen tollen Profi-Bürgermeister haben: Der so ein sauber
gescheiteltes Weltbild hat, der immer weiß, was gut und
böse ist, und der vor allem immer auf der richtigen Seite
steht – dort, wo Wahrheit und Klarheit glänzen, Freud’
und Wonne und – eben – >Sachlichkeit< herrschen
SANDINISTEN =
mittelamerikanische Terroristen mit innigen Beziehungen zu prominenten
Löhner Revolutionsnostalgikern, zu Saddam Husseins Irak,
zu Mahmoud Gaddaffis Libyen sowie zur baskischen Untergrundorganisation
"Eta" (siehe: Berliner Morgenpost 2.11.'01).
Das (vorläufig) "letzte Gefecht" des Sandinistenregimes
erfreute zwischen 1979 und 1990 die Einwohner Nicaraguas zwar
mit dem segensreichen Sozialismus - kostete andererseits jedoch
ca. 15.000 Menschenleben. -
Auch noch kurz vor der partnerschaftlichen Reise des Löhner
Bürgermeisters in die sandinistisch beherrschte Partnerstadt
Condega (Januar 2002) wurden in Nicaragua Massengräber entdeckt,
in denen die Opfer der Erschießungen liegen, die der ehemalige
sandinistische Innenminister und heutige sandinistische Parteichef
Thomas Borge angeordnet hatte. -
Im Rahmen der antiimperialistischen Bruderhilfe setzte seinerzeit
auch Fidel Castro seine sozialistischen Bombenflugzeuge ein, um
die renitenten Miskito-Indianer an der Atlantikküste von
den Vorzügen des Sandinismus / Marxismus zu überzeugen.
(siehe: www.radiovaticana.org 16.1.02 und www.igfm.de 16.1.02).
-
Von einem Gedenken an die Mordopfer der Sandinisten oder gar einer
Kranzniederlegung, wie dies Ex-Bürgermeister Hamel in Polen
seinerzeit pressewirksam inszenierte (Frühjahr 2002), war
bei seinem Besuch in Nicaragua nichts zu vernehmen.
SÄUBERUNGEN =
1.) Eindrucksvolle Aktivitäten einer gewissen "Clementine"
im Werbefernsehen der siebziger Jahre.
2.) Maßnahmen von links- und rechtsfaschistischen Regimen
in der Endphase der angewandten "Salamitaktik" in der
Schrittfolge "Diffamieren! Isolieren! Liquidieren!"
-
In der Schlussphase werden die noch verbliebenen, restlichen Gegner
der faschistischen bzw. totalitären Parteiführung liquidiert
(z.B. während der Jakobinerherrschaft besonders ab 1792;
innerhalb der NSDAP unter dem Vorwand des "Röhmputsches"
im Jahre 1934; in der UdSSR unter Stalin vor allem ab 1935; nach
dem Zusammenschluss von SPD + KPD zur SED ab 1948): "Säuberung
der Partei von feindlichen und entarteten Elementen").
3.) offene Drohung [nach dem Muster von 2.)] - seit der
CDU-Mitgliederversammlung 2001 - gegenüber denjenigen Parteimitgliedern
der Löhner CDU, die die neue Löhner CDU-Spitze ablehnen,
sich nicht freiwillig dem Diktat der Barre-Fraktion (siehe oben)
unterwerfen wollen und eine SPD-unabhängige CDU-Politik wünschen.
4.) Ausschlussdrohung gegenüber SPD-Mitgliedern, die sich auf
lokaler Ebene ganz offen zur LBA bekennen.
SCHILDA =
Wie
weiland in alter Zeit der ehrenwerte Magistrat von Schilda auf die Idee kam, aus Gründen der Kostenoptimierung sein
neues Rathaus ganz ohne Fenster zu bauen, so ließ sich auch
die Löhner Verwaltung unter der kompetenten Federführung
des hochwohllöblichen Baudezernenten Volker Engelke (SPD)
von diesem klugen Spargedanken inspirieren und beflügeln.
Im Rahmen des epochenübergreifenden Gesamtprojektes, das
darauf zielt, Löhne zum ostwestfälischen Werre-Venedig umzugestalten, wurde von der SPD der Bau einer neuerlichen
Werrebrücke zwischen Obernbeck und Löhne-Ort veranschlagt
und schließlich durchgesetzt.
Doch, oh weh, kaum waren die Stimmen zur Kommunalwahl 2004 in
der Wahlurne, da stellte sich überraschenderweise heraus,
dass die Funktionalität dieses eindrucksvollen Brückenbauwerkes OHNE einen Anschluss an das allgemeine (Rad-)Wegenetz gravierend gemindert ist. –
So kam es, dass, trotz dieses rühmenswerten Spargedankens,
die Ratsherren von Löhne nun doch nachträglich den Bau
von Anschlusswegen beschließen mussten. - Aus der überraschenden
Erkenntnis klug geworden wurden dann sicherheitshalber gleich
drei Zugangsstrecken gebaut.
Mit besonders rührender Einfalt dokumentierte SPD-Ratsherr
Heinz Johannsmeier in diesem Zusammenhang, wie Politiker auch
größten Unfug der Bevölkerung noch plausibel machen
wollen. Seine pfiffige Begründung: Der Bau der neuen Radbrücke
sei ein wirkungsvolles Werk „gegen die jährlich
8000 Tote im Straßenverkehr“. – Sollte
er recht haben, ist damit zu rechnen, dass die bis dahin stetig
absinkende Kurve der Bevölkerungsentwicklung in Löhne
sich zukünftig mächtig ins Gegenteil verkehren wird.
SPAREN =
exotisches
und unverständliches Fremdwort für die Löhner SPD
und ihren kommunistischen Appendix namens BULL / PDS. –
Auf die Vorhaltung der anhaltenden und nicht erschütterbaren
Sparunwilligkeit angesprochen, versuchte sich PDS-Genosse Ulrich
Adler zu rechtfertigen (Rat 9.11.05): „Wir haben doch
Sparvorschläge gemacht; wir haben ja gefordert und dafür
demonstriert, dass die Kommunen mehr Geld von der Bundesregierung
bekommen sollen.“
STADTBIBLIOTHEK =
im ehemaligen Sparkassengebäude an der Alten Bünder Straße in Löhne-Bhf., verfügt über ein beachtliches Angebot an Unterhaltungs- und Sachbüchern, Zeitschriften, Medien und Spiele. Internetarbeitsplätze und der Anschluss an die Fernleihe runden das Angebot ab. Freundliche und sachkundige Mitarbeiter kümmern sich um die Bürger.
STADTBUS, magischer =
Löhne hat nun ein "Stadtbussystem" erhalten, welches unter dem
neudeutschen Fachterminus "ÖPNV" firmiert. Im Frühjahr des Jahres
03 wird das alte EMR-Bussystem abgeknipst.
Die Stadtväter (und -mütter) erwogen hin und her: Zentrales Problem
- die bis 2005 residierende rot-grüne Landesregierung hat (grüne
Umweltschwüre hin - rote Sonntagsreden her) die Landeszuschüsse
für den öffentlichen Personennahverkehr drastisch zusammengestrichen.
Soll heißen: Es steht nur noch sehr wenig Geld zur Verfügung.
Wochenlang kreißte der Arbeitskreis und brachte schließlich folgendes
Ergebnis zu Tage:
Löhne-Bhf., Gohfeld, Ostscheid und Bischofshagen sind an das neue
System recht gut angeschlossen - Löhne-Ort wird dagegen stiefmütterlich
behandelt. (Das führte dazu, dass die Genossen ihrem Ratskollegen
Fritz Fischer großzügig - als Einzigem - gestatteten, in der Ratssitzung
gegen das Stadtbussystem stimmen zu dürfen.)
Die Verbindung nach Herford ist schlecht ("Die Kaufkraft soll
ja nicht in die Kreisstadt abfließen!"); die Verbindungen nach
Oeynhausen sind deutlich besser (Im Hintergrund grüßt Ex-Bürgermeister
Hamels Alterstraum von "Bad Löhnhausen" an der Straße des magischen
Weltklimas quer durchs untere Werretal sowie die Solidarität für
Oeynhausens vereinsamte Innenstadt.).-Aufschlussreich sind die
wirtschaftlichen Grundlinien des Bussystems:
1. Eine Haltestelle beim Aldi / Kaisercenter ist nicht geplant.
2. Natürlich hält der Bus direkt vorm Marktkauf.
3. Der Ratio-Markt wird weiträumig umfahren also gar nicht erst
miteinbezogen.
Ergebnis:
a) Das neue System schreibt die bisher inoffizielle Verlagerung
der Innenstadt in die Räumlichkeiten der Firma Marktkauf auch
offiziell fest.
b) Wettbewerbsgleichheit - allein zwischen den Löhner Verbrauchermärkten
(Ratio, Aldi etc.) - ist nicht gewünscht, frei nach dem sozialistischen
Motto: "Alle sind gleich -aber einige sind gleicher."
c) Die "Innenstadt" wird weiter ausgetrocknet werden. ("EXTRA
DRY")
STAHLSTÜHLE =
ganzer Stolz der Stadt Löhne und Schmuckstück im Eingangsbereich
der Werretalhalle.
(Frei nach der Definition: "Kunst" ist all jenes, was
keine sinnvolle Funktion erkennen lässt.) -
Von SPD, BuLL und Teilen der CDU als "Kunst zum Anfassen"
bejubelt und beschwärmt, wurde 1997 die "Idee"
des Stahl-Gestelles dem "Künstler" Timm Ulrich
für 5.000 Deutschmark seitens der Stadt abgekauft. (Möglicherweise
besteht die eigentliche Kunst darin, anderen Menschen [die über
die Abgaben der Steuerzahler verfügen dürfen] "solche
Ideen" im Tausch gegen bares Geld aufschwatzen zu können.)
Der städtische Bauhof, bis zu diesem Zeitpunkt bei der Kunstproduktion
noch nicht weiter hervorgetreten, musste zusammenschweißen,
was zusammengehört, und liefern.
[Es wäre angesichts der ausgebrannten städtischen Kassen
zu erwägen, ob sich der Löhner Bauhof zur Sanierung
seiner maroden Finanzen nicht doch um die attraktiv vergütete
Ausrichtung der nächsten "Dokumenta" in Kassel
bewerben sollte.]
Die (ernstlich) vom Künstler vorgebrachte philosophische
Begründung der metallenen Gestänge lautete:
Die sitzlosen Stühle sollen "PLATZHALTER FÜR EIN
ZENTRUM IN LÖHNE" sein (LZ 29.11.'97). - Diese tiefsinnige
Deutung wird unterstrichen durch einen zusätzlichen Platzhalter
für das fehlende Löhner Zentrum, der vis-à-vis
zu bestaunen ist, nämlich die seit Jahren brach liegende
Investoren-Wüste an der Alten Bünder Straße.
ULENBURG =
wichtigstes historische Gebäude (1299 erstmalig erwähnt)
der Stadt Löhne mit wunderschönem Schlosspark (z. Zt.
im Besitz der diakonischen Einrichtung "Wittekindshof").
Das Gebäude des gegenwärtigen Wasserschlosses wurde
1568 - 1570 errichtet. Die LBA fordert die Übernahme der
städtischen Verantwortung für das Schloss. SPD und Verwaltung
sperrten sich ursprünglich total, seit der Ratssitzung vom
6.12.'01 wollten sie das Gebäude mit fremden Geldern, d.h.
mit den Finanzen des Kreises Herford, kaufen.
UNTERE WERRE =
Arbeitskreis der beiden Städte Löhne und Bad Oeynhausen,
aus Mitgliedern aller Fraktionen (aus Löhne, SPD, CDU, BuLL)
der beiden Stadträte. Lediglich der LBA wurde 2001 die Entsendung
eines Vertreters verwehrt worden.
1. Ablehnungsbegründung: "Die Stadt Bad Oeynhausen darf
die Beschlussfassung nicht aus der Presse erfahren. Wir müssen
vorher mit ihr Kontakt aufnehmen." / Als dieses Argument
ausgeräumt war:
2. Ablehnungsbegründung: "Die LBA darf keine sachkundigen
Bürger, sondern nur Ratsmitglieder benennen." / Als
dieses Argument ausgeräumt war, weil dann Ratsmitglieder
vorgeschlagen wurden, kam die
3. Ablehnungsbegründung: SPD-Fraktionsvorsitzender Krahe:
"Die Mehrheiten im Arbeitskreis würden sich durch einen
LBA-Vertreter verändern." / Als dieses Argument ausgeräumt
war, weil sich herausstellte, dass der LBA-Vertreter nur Zuhörer
- aber nicht stimmberechtigt - sein würden, kam die
4. Ablehnungsbegründung (10.12.'01): "Wir, Verwaltung,
SPD/CDU würden ja gerne, aber der Oeynhausener Bürgermeister
will die LBA nicht dabei haben, weil er dann auch Vertreter des
Oeynhausener Bürgerforums in Kauf nehmen müsste.
VERFASSUNGSSCHUTZBERICHT =
Immer wieder wird die Stadt Löhne als Hochburg des
Islamismus’ im Verfassungsschutzbericht erwähnt,
ein Ergebnis der jahrelangen sozialdemokratischen Politik,
möglichst viele Moscheen und Islamismus-Zentren in Löhne
anzusiedeln. (Jüngste Erwähnung im NRW-Verfassungsschutzbericht
2004, S. 218; Redaktionsschluss 31.1.’05) - Die
Aufdeckung dieser Tatbestände passt jedoch nicht ins - bürgernahe
- Bild, das die SPD gerne von sich zeichnet.
Besonders keck ging jedoch Obergenossin und SPD-Kreisvorsitzende
Doro Danner in ihrem letzten Landtagswahlkampf (2005)
mit der Realität um. Sie bestritt schlichtweg den
Tatbestand, wonach das Treiben der Islamisten in der Stadt Löhne
im Verfassungsschutzbericht aktenkundig wurde (im Bericht
aus dem Jahre 2000 {S. 2380} direkt über dem Bildnis
von Usama Bin Laden).
Wenn man schon den Verfassungsschutzbericht der eigenen rot-grünen
Landesregierung nicht lesen will oder verstehen kann, dann wäre
immerhin von einer Löhner Landtagsabgeordneten doch zu erwarten,
dass sie wenigstens die örtliche Tagespresse verfolgt. Auch
die NW titelte nämlich am 19.9.2001 auf der ersten Lokalseite: "Löhne als Hochburg der Hisbollah" und bezog sich dabei ganz ausdrücklich auch auf den Verfassungsschutzbericht
des seinerzeit SPD-geführten Landesinnenministeriums.
In diesem Bericht erfährt man denn auch, dass die Hisbollah
oder die "Partei Gottes" sich die völlige
Vernichtung Israels mit terroristischen Mitteln zum Ziel
gesetzt hat, in Deutschland über 800 gewaltbereite Mitglieder
verfügt und regelmäßig Terroranschläge in
Israel durchführt.
Frau Danner setzte kühn dagegen und behauptet dreist: "Völliger
Quatsch. Löhne ist in dem Bericht gar nicht erwähnt." (LZ 12.4.05, NW 14.4.05)
Auch weitere in der Stadt Löhne ansässige islamistische
Fundamentalisten werden im gleichen Verfassungsschutzbericht
ausführlich bezeichnet und kritisch gewürdigt.
Dies alles passt Frau Doro nicht ins Konzept. Der Grund: Sie war
es nämlich ganz persönlich, die im Petitionsausschuss
des Landtages die Einrichtung des Islamismus-Zentrums an der Bergkirchener
Straße durchsetzte und die Bedenken der betroffenen
Bürger in den Wind schlug. - - -
Wie beschreibt Christian Morgenstern so hübsch einen Wahrnehmungs-Akrobaten
vom Schlage der Danner-Doro: „Und er kommt zu
dem Ergebnis: Nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schließt
er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf.“
VILLA MEYER =
1884 in Gohfeld-Bischofshagen, heute Löhne-Bhf., Oeyhausener Straße, erbaute Villa des bekanntesten Löhner Zigarrenfabrikanten Meyer, nach 1945 britisches Hauptquartier. Zwischen 1967 und 1988 Tanzlokal "Casino Royal". Seit 1988 im Besitz der Stadt. 1991 erfolgte der Umbau zum Löhner Standesamt und seit 2002 zusätzlich Herberge einer hochwertigen Barre-Profi-Zapfanlage - offiziell eingerichtet als besonderer städtischer Service für trink- und feierfreudige Trauleute, die den vollzogenen Ringwechsel nicht nur mit einem Gläschen Sekt, sondern auch mit einem gut gezapften Barre begießen wollen.
VORURTEILE, böse =
Welch eine Freude. Ein Sonnentag für Löhne. Die Arbeitsgemeinschaft
Sozialdemokratischer Löhner Frauen (AsF) räumt beständig
mit Vorurteilen auf; mit Vorurteilen über Islamisten; mit
bösen, bösen - aber weit verbreiteten - Vorurteilen
über deren angebliche Gewalttätigkeit. So kann man’s
regelmäßig in der Tagespresse lesen.
Dazu das passende Bildnis, gleichsam das friedliche Miteinander
von grüner und roter Fahne optisch illustrierend: Traulich
vereint auf gemeinsamem Foto: Die Kopftuchträgerinnen vom
VIKZ (Verein Islamischer Kulturzentren) zusammen mit den - noch
- unverhüllten Sozialdemokratinnen als deren Schwestern im
Geiste. Dazu weibliche Prominenz: Die Gattin des zweiten Bürgermeisterstellvertreters
Schewe und die städtische Gleichstellungsbeauftragte. Auch
mit dabei: Die abgewählte Danner-Doro, schon wieder vorsichtig
strahlend.
Sie hat nun, da die Löhner sie aus dem Düsseldorfer
Landtag abgezogen haben, wieder mehr Zeit. Zeit, die sie zusammen
mit der AsF-Chefin Christina Nesenhöner gründlich zur
richtungsweisenden Koran-Exegese nutzte.
Nachdem die vormalige Frohbotschaft aus Frau Danners Mund, wonach
der VIKZ gar nicht im Verfassungsschutzbericht erwähnt ist,
wie eine Seifenblase zerballerte, beglücken die Genossinnen
jetzt erneut mit froher Kunde:
"DER KORAN VERBIETET MORD UND GEWALT!" (LZ 21.9.05)
-
Ja, so etwas. Das freut alle sehr. Endlich, ein wichtiger religionswissenschaftlicher
Durchbruch:
Der Koran ist gar nicht so, wie man dachte: Alles ganz friedlich!
Osama Bin Laden und die Taliban, die Rucksackbomber von London,
der 11. September 2001 in New York, die täglichen Bombenattentate
im Irak, Bombenanschläge in Madrid oder den Ferieninseln
Indonesiens - alles ein Riesenmissverständnis!
Das alles hat mit Islam und Koran überhaupt nichts zu tun.
Alles nur Zufälligkeiten, die von irgendwelchen Bösewichtern
- an langen Haaren herbei gezogen - mit Islam und Koran ganz zu
Unrecht in Verbindung gebracht werden. Der Islam ist friedlich.
Ich atme tief durch, eine Last fällt von meiner Schulter.
Frau Nesenhöners AsF hat mich glücklich gemacht. Endlich
ist das böse Missverständnis aufgeklärt. Kein Grund
mehr, dem Islamismus kritisch zu begegnen. Gewalt und Koran haben
nichts miteinander zu tun. Wir können uns entspannen. Der
Innenminister muss gar nicht mehr den radikalen Mohammedanern
nachspüren oder über Sicherheitsmaßnahmen sinnieren:
- Alles überflüssig. -
Beruhigt setze ich mich auf den West-Östlichen-Diwan, greife
zum heißen Kaffee. Und lange ins Regal - zum Buch, das den
Geist des Friedens pflegt, zum Koran. Dort steht’s geschrieben
von Mohammed, dem Propheten:
"Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich
Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden
Finger ab. Solches, darum dass sie gegen Allah und seinen Gesandten
widerspenstig waren. Oh ihr, die ihr glaubt, so ihr auf die schlachtbereiten
Ungläubigen stoßet, so wendet ihnen nicht den Rücken
zu." (Sure 8, Vers 12ff)
"Und bekämpft im Heiligen Krieg, wer euch bekämpft.
Und erschlagt sie, wo immer ihr auf sie stoßt." (Sure 2, Vers 186f)
"Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann haut
ihnen die Köpfe ab, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet
habt, und fangt die überlebende Bande." (Sure 47
Vers 4)
Auch stoße ich noch auf eine Weisung an die Männer,
die den Koran sicher auch für die Löhner Gleichstellungsbeauftragte
interessant machen dürfte:
"So nehmet nach Gutbefinden nur eine, zwei, drei, höchstens
vier Frauen. Fürchtet ihr aber auch so noch, nicht gerecht
sein zu können, so nehmet nur eine Frau und lebt mit den Sklavinnen,
die ihr euch erwarbet." (Sure 4, Vers 3) und ...
"Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam
in der Abwesenheit ihrer Gatten. Diejenigen aber, von denen ihr
fürchtet, dass ihre Widerspenstigkeiten euch erzürnen,
warnet sie, verbannet sie in die Schlafgemächer und schlaget
sie." (Sure 4, Vers 38) -
Das ist fürwahr überzeugend. Tatsächlich, ein Buch,
das überreichlich den Wunsch nach Verständigung und
Versöhnung ausstrahlt, das zudem geschickt und überzeugend
für Partnerschaft und Gleichberechtigung in der Ehe wirbt.
Ein Buch, das wie kaum ein zweites den milden sozialdemokratischen
Friedens-Geist atmet.
Ein Buch also, uns allen zu Recht von den Koran-Expert-Innen der
AsF empfohlen und ans Herze gelegt.
WASSERKOPF =
Wie von Herakles berichtet wird, der nach Auskunft griechischer
Sage weiland dem Seeungeheuer Hydra gleich der Wasserköpfe
sieben abschlug, so erklärte der Wahlkämpfer Kurt Quernheim
(Wahlkampf-Eigenwerbung: „kompetent –
konsequent – verlässlich“) wenige
Tage vor der Stichwahl (10.10.2004) um das Löhner Bürgermeisteramt,
er wolle hier nicht wesentlich zurückstehen, sondern immerhin
einen Wasserkopf abschlagen. Der Wasserkopf, den Quernheim sich
vornahm, ist der personelle Wasserkopf im örtlichen Rathaus,
bestehend aus einem markanten Stellenüberhang von gut zehn
Prozent. Glaubhaft machte der Wahlkämpfer Q. dies herkulesartige
Projekt mit Hinweis auf die Stadt Spenge, wo der dortige Bürgermeister
Selbiges bereits erfolgreich geschafft habe. –
Rund zwei Jahre nach Quernheims Bestallung zum Bürgermeister
scheint nun aber Quernheims Schwert stumpf geworden zu sein. Jetzt
will er gar nichts mehr von seinen Wahlversprechen wissen (= „kompetent
– konsequent – verlässlich“).
-
Und der Wasserkopf im Rathaus ist natürlich auch - nach wie
vor - unverändert vorhanden.
WASSERKRATER, MAGISCHER =
im Rahmen der Landesgartenschau gebohrtes Loch an der Grenze von
Bad Oeynhausen. Wird an sonnigen Tagen regelmäßig mit
pulsierendem Wassern ausgespült. Tieferer - philosophischer
- Sinn des Kraters ist die gartenkünstlerische, bevölkerungsorientierte
Veranschaulichung der gegenwärtigen städtischen Verschuldungslage
nach rund 60-jähriger SPD-Dominanz.
Nachdem die LBA im Mai 2002 auch die Fehlplanung des Werretalhallen-Umbaues
aufdeckte, sah sich der Kämmerer gezwungen, den haushaltspolitischen
Offenbarungseid zu leisten und mit einer angekündigten Haushaltssperre
den Notanker zu werfen.
WELTOFFENHEIT UND TOLERANZ (nur in dieser Kombination und Reihenfolge) =
sozialdemokratisches Synonym für den Verzicht auf die konsequente
Kriminalitätsverfolgung und klare Offenlegung der genauen
soziologischen Hintergründe (= überproportionale Tatbeteiligung
bestimmter Bevölkerungsgruppen);
Weltoffenheit und Toleranz finden in Löhne insbesondere
im Bereich des Bahnhofsumfeldes und der Alten Bünder Straße
statt.
WERRE =
Flüsschen, das Löhne durchplätschert. Die Fließgeschwindigkeit korreliert mit der Bewegungsgeschwindigkeit mancher Verwaltungsbeamter im Rathaus (siehe u.a. Fortschritte bei der Innenstadtsanierung; Prüfung der Möglichkeiten, die EMR-Anteile zu verkaufen; Graffiti-Beseitigung [An der Sporthalle des Gymnasium wurden allein sieben Jahre zu Entfernung der Farbschmierereien benötigt]; zögerliche Ausbesserung der Gemeindestraßen; Entwicklung des Stadtbuskonzeptes).
ZICK-ZACK-KURS =
1. Fortbewegungsvariante alkoholtrunkener Automobilisten, die
bisweilen im Wegeseitengraben ihr abruptes Ende findet oder auch
schon mal dem Entzug der Fahrlizenz nach sich zieht (siehe BARRE-FRAKTION).
2. Fortbewegungsverhalten der vergleichbar agierenden CDU-Ratsfraktion
vor der Kommunalwahl:
- erst gegen die Landesgartenschau - dann Übernahme der SPD-Position;
- erst für den Verbleib der Stadt in der Zweckverbands-Volkshochschule
- dann Übernahme der SPD-Position;
- erst gegen die Quersubventionierung der DGB-Veranstaltung "Arbeit
& Leben" - dann Übernahme der SPD-Position;
- erst gegen die überhöhte Löhner Beteiligung an
den Folgekosten der Landesgartenschau ("Staatsbad-Sponsoring")
- dann Übernahme der SPD-Position;
- erst gegen die Einrichtung einer Gesamtschule in Mennighüffen
- dann Übernahme der SPD-Position;
- erst gegen die Partnerschaft mit der sandinistisch beherrschten
Stadt Condega - dann Übernahme der SPD-Position;
- erst (im Wahlkampf) gegen die Verschmutzung öffentlicher
Flächen durch Graffiti - dann Übernahme der SPD-Position,
d.h. Ablehnung des LBA-Antrages zur Graffiti-Beseitigung (KulturA
26.11.2002, Ratssitzung 24.4.2002);
- anfangs gegen die zunehmende Verlagerung der Innenstadt in die
Räumlichkeiten des Marktkaufs ["Die Firma Marktkauf
hat bedauerlicher Weise zu keiner Zeit erkennen lassen, bei der
Stadtkernentwicklung positiv mitzuwirken. Sie hat nur ihre eigenen
Interessen entgegen den planerischen Vorgaben der Stadt Löhne
verfolgt. Es ist daher auch nicht vorstellbar, einer Erweiterung
durch eine Tankstelle [...] zuzustimmen. Eine solche Entwicklung
wurde die Schaffung einer funktionsfähigen Innenstadt diametral
auf den Kopf stellen und allen bisherigen Planungen zuwiderlaufen."
(Köstring am 3.5.'97] - danach Übernahme der SPD-Position,
die seit Jahren eine ständige Ausweitung der dortigen Verkaufsflächen
unterstützt [Anmerkung von Köstring am 6.12.'01: "Was
stört mich mein dummes Geschwätz von gestern!"]
- erst gegen die Verwaltungs-Verkehrsplanungen in Obernbeck (Nordbreite
/ Diekweg) - dann (auch mit Rücksicht auf ein dort wohnendes
SPD-Ratsmitglied) Übernahme der SPD-Position.
... und - und - und ...

