Die Freien Wähler im Kreis Herford machen sich ernsthafte
Sorgen um den Zustand der öffentlichen Sicherheit im Kreisgebiet
und um den notwendigen Rückhalt der Polizei bei den verantwortlichen
Politikern.
Kreis Herford, 05.03.2004. „Die Freien Wähler
im Kreis Herford machen sich ernsthafte Sorgen um den Zustand der öffentlichen
Sicherheit im Kreisgebiet und um den notwendigen Rückhalt der Polizei
bei den verantwortlichen Politikern. Wenn kein Geld mehr für die
notwendigen Renovierungsmaßnahmen für Diensträume zur
Verfügung steht, und die Polizeibeamten gezwungen sind, sich schließlich
selbst als Ersatz-Handwerker zu betätigen, dann ist was nicht in
Ordnung.“ So die einhellige Meinung der Vertreter der örtlichen
unabhängigen Wählergemeinschaften im Hinblick auf die Unterstützung
der regionalen Polizeiarbeit durch die rot-grüne Landespolitik
und die aktuelle Kreispolitik.
Es geht nicht an, wenn die örtlichen Polizeibeamten unter der
Misere der öffentlichen Finanzen leiden müssen. In den Zeiten
knapper Gelder sei die kommunale Haushaltspolitik mit klaren Prioritäten
auszustatten und die konsequente Umsetzung von klaren Zielsetzungen
von besonderer Bedeutung. Die Freien Wähler im Kreis, ein Zusammenschluss
der UWGen aus Spenge, Kirchlengern, Herford, Bünde und Hiddenhausen
sowie der Löhner-Bürger-Allianz, sind der Überzeugung,
dass die öffentliche Sicherheit eindeutig eine primäre Aufgabe
der Kommunalpolitik ist. -
Aus Gesprächen mit den Polizeibeamten sei erkennbar, dass die Landrätin
der Polizei durchaus den Rücken stärke, jedoch trage besonders
die Landespolitik mit ihren Zuschuss-Kürzungen und Gehaltseinschnitten
erheblich dazu bei, dass die motivationalen Rahmenbedingungen bei der
Polizei immer schlechter werden. Die Politik dürfe nicht einerseits
immer wieder an die Leistungsfähigkeit und -willigkeit der Beamten
appellieren, ihnen immer wieder neue Aufgaben zuordnen, ohne auf der
anderen Seite die geeigneten materiellen Grundlagen zu schaffen.
Es gebe mittlerweile eine kreisweite Tendenz, aus finanziellen Gründen
notwendige Renovierungsarbeiten an kommunalen Gebäuden nicht mehr
durch die Handwerkerschaft, sondern durch die dort arbeitenden Nutzer
ausführen zu lassen. Dies sehen die Freien Wähler kritisch:
„Die Polizeibeamten haben sich um den die Verbrechensbekämpfung
und um den Straßenverkehr zu kümmern, die Schüler sollten
sich - gerade nach den Ergebnissen von Pisa - um die Verinnerlichung
ihrer Lerninhalte bemühen, und der Bürgermeister und anderen
politischen Verantwortlichen haben die Verantwortung, Gelder für
eine notwendige materielle Ausstattung, dazu gehören gerade auch
angemessene Räumlichkeiten, zu beschaffen. Auch ein Bürgermeister
wäre in der Rolle eines Aushilfstapezierers eine Fehlbesetzung
Wenn dass Geld nicht für alles reicht, so die Freien Wähler,
ist die örtliche Polizeiarbeit gegenüber allen Blütenträumen
denkbarer Kunstförderung als dringlicher einzustufen. Das bedeutet
gegenwärtig: Solange nicht alle Pflichtbereiche der Kommunalpolitik
angemessen versorgt sind, hat der Kreis für das umstrittene MARTa-Projekt
und die damit verbundenen Kunstpräsentationen – auch auf
dem Umwege über eine Kreis-Kulturstiftung - kein Geld abzuzweigen.
Als „völlig unsachlich und letztlich hilflos“
wurde der Versuch des Herforder Bürgermeister Gabriel gewertet,
mit demagogischer Propaganda, mit der sogenannten „Nazi-Keule“,
die kritischen Meinungen aus der Bevölkerung wegzubügeln und
mundtot machen zu wollen.
Das solcherart schlicht gestrickte Weltbild Gabriels, das einerseits
nur edle Kunstfreunde kennt, die bereit sind, mit ihm die kommunalen
Steuergelder für sein „MARTa- Hobby“ auszugeben
- einschließlich „Latex-Ziege“, „blutender Pferdepenisse“,
„Passanten-Gefängnisse“ und „Tarzan-Schreie aus
dem Unterholz“, andererseits sämtliche Kritiker dieser „Kunst“
und der Gabriel’schen Verschuldungspolitik jedoch als „braune
Suppe“ beleidigt hängt vermutlich mit seiner Angst um seine
Wiederwahl im September diesen Jahres zusammen.
Bürgermeister Gabriel sei augenscheinlich nicht mehr in
der Lage, MARTa und seine Finanzpolitik noch sachlich zu vertreten und
nehme deshalb die Zuflucht zu hysterischen Panikattacken. Bei einem
Bürgermeister mit demokratischem Anspruch müsse – auch
angesichts der ihm drohenden Abwahl - noch ein Restbestand an inhaltlicher
Argumentationsfähigkeit und freiheitlich-demokratischem Selbstverständnis,
auch in der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner, übrig
bleiben. Dem ersten Bürger der Stadt Herford stehe Dreckschleudern
denkbar schlecht zu Gesicht.
Weder Gabriel und seine „regierende CDU“
wollen sich heute noch an die alten Worte von Fraktionschefin Blanke
erinnern die noch kurz vor der letzten Kommunalwahl das Klippsteinsche
Projekt „Haus des Möbels“ lauthals als „Wolkenkuckucksheim“
verteufelt hatte, um nach der gewonnenen Wahl das gleiche Phänomen
unter dem neuen Begriff „MARTa“ nun als „Leuchtturmprojekt“
zu rühmen und zu preisen. |